Winterreifen und Spikes in Österreich

Wie in meinem letzten Artikel bereits beschrieben verlieren besonders Winterreifen mit abnehmender Profiltiefe auf verschneiter Fahrbahn an Halt. In Deutschland werden Winterreifen ähnlich wie Sommerreifen behandelt (identische Mindestprofiltiefe). In Österreich gibt es jedoch eine andere Regelung für Winterreifen als in Deutschland. In Deutschland muss ein Winterreifen eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimeter aufweisen, in Österreich wurde hingegen eine höhere Mindestprofiltiefe festgelegt.
Bei unseren Nachbarn in Österreich gilt: Ein Winterreifen muss nicht nur die Bezeichnung M+S (Matsch und Schnee) haben, sondern auch eine Mindestprofiltiefe von 4 Millimeter. Hat ein Winterreifen keine Mindestprofiltiefe von 4 Millimetern gilt er als Sommerreifen und darf bei winterlichen Verhältnissen nicht mehr gefahren werden.

Spikes sind in Deutschland grundsätzlich nicht mehr erlaubt, da die Straße durch die Spikes stark abgenützt wird und es so zu Straßenschäden kommt. Es gibt aber Ausnahmen, zum Beispiel in der Gegend um Bad Reichenhall oder Einsatzfahrzeuge dürfen noch Spikes benutzen.
In Österreich sind Spikes mit eingeschränkter Geschwindigkeit erlaubt (Ortsgebiet: 50 km/h, Freilandgebiet: 80 km/h und Autobahn: 100 km/h). Nicht aber in den Monaten von Juni bis September. Des Weiteren muss ein solches Fahrzeug mit einem speziellen Aufkleber gekennzeichnet sein.
In der Schweiz ist die Benutzung von Spikes auf Autobahnen übrigens nicht gestattet.

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